Tripada Yoga und Gesundheit

Tripada Yoga und Gesundheit

Wie Yoga Körper, Geist und Nervensystem beeinflusst

Yoga wird heute weltweit als Methode zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden praktiziert. Auch im Tripada Yoga steht die gesundheitsfördernde Wirkung der Praxis im Mittelpunkt.

Die Übungen verbinden Bewegung, Atmung, Entspannung und Aufmerksamkeit. Dadurch wirken sie nicht nur auf einzelne Körperfunktionen, sondern auf den Menschen als Ganzes.


Yoga als Methode der Selbstregulation

Der menschliche Organismus verfügt über zahlreiche Systeme, die für Stabilität und Gleichgewicht sorgen. Dazu gehören unter anderem:

  • das Nervensystem
  • die Atmung
  • der Muskeltonus
  • hormonelle Regulationssysteme.

Stress, Bewegungsmangel oder dauerhafte Anspannung können dieses Gleichgewicht stören. Yogaübungen können dazu beitragen, diese Systeme wieder in Balance zu bringen.

👉 Mehr über die Grundlagen der Tripada Yoga Methode


Bewegung und Körperhaltung

Ein zentraler Bestandteil der Yogapraxis sind die Asanas, also Körperhaltungen und Übungen.

Sie wirken unter anderem auf

  • die Beweglichkeit der Wirbelsäule
  • die Muskelspannung
  • die Körperhaltung
  • die Körperwahrnehmung.

Viele Menschen entwickeln durch Stress oder einseitige Belastung chronische Spannungsmuster im Körper. Die Praxis der Asanas kann helfen, diese Muster zu lösen und eine ausgeglichene muskuläre Spannung zu entwickeln.

👉 Mehr zu Asanas und Yogaübungen


Atmung und Selbstregulation

Die Atmung ist eng mit emotionalen und psychischen Zuständen verbunden. Angst, Stress oder Aufregung verändern unmittelbar das Atemmuster.

In der Yogapraxis wird die Atmung bewusst wahrgenommen und reguliert. Dadurch kann sich ein ruhiger und tiefer Atemrhythmus entwickeln.

Diese Veränderung wirkt wiederum auf das Nervensystem und kann zu mehr innerer Ruhe beitragen.

👉 Mehr zu Atemtechniken im Yoga


Entspannung und Regeneration

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Yoga ist die Entspannung. Viele Übungen werden durch Phasen des bewussten Nachspürens ergänzt.

Diese Entspannungsphasen können dazu beitragen,

  • Stress abzubauen
  • Muskelspannung zu reduzieren
  • das vegetative Nervensystem zu beruhigen.

👉 Mehr zu Entspannung und Meditation im Yoga


Yoga und Gesundheit in der modernen Forschung

In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Studien zur Wirkung von Yoga durchgeführt. Viele dieser Untersuchungen zeigen positive Effekte auf

  • Stressregulation
  • Rückengesundheit
  • Herz-Kreislauf-System
  • psychisches Wohlbefinden.

Yoga wird deshalb zunehmend auch in Präventionsprogrammen und therapeutischen Kontexten eingesetzt.


Tripada Yoga als Konzept der Gesundheitsförderung

Tripada Yoga versteht sich als eine Methode der Gesundheitsbildung und Selbstregulation.

Die Praxis verbindet mehrere Elemente:

  • Körperübungen
  • Atemregulation
  • Entspannung
  • Aufmerksamkeitsschulung.

Durch diese Kombination kann Yoga Menschen dabei unterstützen, ein besseres Körpergefühl zu entwickeln und langfristig mehr Stabilität und Gelassenheit im Alltag zu erfahren.


Autor
Hans Deutzmann
Tripada Akademie für Gesundheit und Yoga

Yoga, Stress und Cortisol – wie Selbstregulation wirklich funktioniert

Yoga, Stress und Cortisol – wie Selbstregulation wirklich funktioniert

Stress gehört zum Leben

Stress wird häufig ausschließlich als etwas Negatives betrachtet. Tatsächlich ist die Stressreaktion zunächst eine normale und lebenswichtige Anpassungsleistung des Organismus. Sie hilft uns, auf Anforderungen zu reagieren, Energie bereitzustellen und unsere Aufmerksamkeit auf eine aktuelle Herausforderung zu richten.

Problematisch kann Stress vor allem dann werden, wenn Belastungen über längere Zeit anhalten und ausreichende Phasen der Erholung fehlen. Für die Gesundheit ist deshalb nicht nur entscheidend, wie stark ein Mensch auf eine Belastung reagiert, sondern auch, wie gut der Organismus anschließend wieder in einen Zustand der Ruhe und Erholung zurückfinden kann.


Welche Rolle spielt Cortisol bei Stress?

Cortisol ist ein lebenswichtiges Glukokortikoidhormon und Bestandteil der Regulation des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Stressreaktion. Seine Ausschüttung folgt zudem einem ausgeprägten Tagesrhythmus. Typischerweise verändern sich die Cortisolwerte im Verlauf des Tages und reagieren zusätzlich auf körperliche und psychische Anforderungen.

Die verbreitete Vorstellung, Cortisol sei grundsätzlich ein schädliches „Stresshormon“, das möglichst weit abgesenkt werden müsse, greift deshalb zu kurz. Entscheidend ist vielmehr eine angemessene Regulation: Der Organismus muss sich aktivieren können, wenn eine Situation dies verlangt, und anschließend wieder zur Erholung finden.

Wer sich ausführlicher mit erhöhten Cortisolwerten, möglichen Anzeichen, Ursachen und ihrer medizinischen Einordnung beschäftigen möchte, findet dazu einen Überblick im unabhängigen Fachmagazin mann-vitalis: Cortisol zu hoch: Anzeichen beim Mann – und was wirklich dahintersteckt.


Kann Yoga Stress reduzieren?

Yoga verbindet körperliche Bewegung mit Atmung, Aufmerksamkeit und Entspannung. Damit werden mehrere Ebenen angesprochen, die bei der Regulation von Stress eine Rolle spielen können.

Die wissenschaftliche Forschung liefert Hinweise darauf, dass Yoga das subjektive Stresserleben reduzieren kann. Ein systematischer Review und eine Metaanalyse aus dem Jahr 2024 untersuchten 13 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1.026 Teilnehmenden. Die Ergebnisse sprechen für positive Wirkungen auf den wahrgenommenen Stress. Die Autoren bewerten die Qualität der Evidenz allerdings als niedrig.

Das ist eine wichtige Unterscheidung: Wissenschaftlich lässt sich derzeit besser begründen, dass Yoga Menschen beim Umgang mit Stress unterstützen kann, als die pauschale Aussage, Yoga würde bestimmte Stresshormone zuverlässig senken.


Senkt Yoga den Cortisolspiegel?

Gerade beim Cortisol ist Zurückhaltung angebracht. Einzelne Studien haben Veränderungen von Cortisolwerten nach Yoga-Interventionen beobachtet. Die Ergebnisse sind jedoch nicht einheitlich, und Cortisol lässt sich zudem auf unterschiedliche Weise messen.

Eine randomisierte kontrollierte Studie untersuchte beispielsweise eine achtwöchige Hatha-Yoga-Praxis und erfasste neben dem subjektiven Stresserleben auch das Tagesprofil des Speichelcortisols. Die Yogapraxis verringerte den momentanen subjektiven Stress, führte jedoch nicht zu einer Veränderung des untersuchten Cortisol-Tagesprofils.

Die Aussage „Yoga senkt Cortisol“ ist daher zu einfach. Für die Praxis ist ohnehin eine andere Frage interessanter: Kann Yoga dazu beitragen, dass Menschen Belastung, Anspannung und Erholung besser regulieren?


Selbstregulation statt möglichst wenig Aktivierung

Genau hier setzt das Verständnis von Yoga als Methode der Selbstregulation an. Gesundheit bedeutet nicht, möglichst wenig aktiviert zu sein. Menschen müssen auf Anforderungen reagieren, sich anstrengen und Herausforderungen bewältigen können.

Ebenso wichtig ist aber die Fähigkeit, übermäßige Spannung wieder zu reduzieren und zwischen Aktivierung und Erholung wechseln zu können.

Yoga kann hierfür verschiedene Zugänge miteinander verbinden:

  • Bewegung verändert Muskelspannung, Körperwahrnehmung und körperliche Aktivierung.
  • Atmung kann bewusst wahrgenommen und in gewissen Grenzen beeinflusst werden.
  • Entspannung ermöglicht die gezielte Erfahrung einer verminderten Aktivierung.
  • Aufmerksamkeit und Meditation fördern die Wahrnehmung körperlicher und mentaler Prozesse.

Damit wird nicht ein einzelner biologischer Wert trainiert. Vielmehr lernt der Mensch, unterschiedliche Zustände wahrzunehmen und zunehmend angemessen mit ihnen umzugehen.


Sthira Sukham – Stabilität und Leichtigkeit

Ein zentraler Gedanke der Tripada Yoga Methode lässt sich mit dem klassischen yogischen Prinzip Sthira Sukham beschreiben. Vereinfacht geht es um das Zusammenspiel von Stabilität und Leichtigkeit.

Eine Haltung soll weder kraftlos und instabil noch durch unnötige Anspannung geprägt sein. Es wird diejenige Aktivität eingesetzt, die für eine Aufgabe tatsächlich erforderlich ist. Überflüssige Spannung kann nach und nach reduziert werden.

Dieses Prinzip lässt sich über die einzelne Körperübung hinaus als praktische Erfahrung von Regulation verstehen: Aktivität und Entspannung sind keine Gegensätze, von denen einer grundsätzlich gut und der andere schlecht wäre. Entscheidend ist ihre angemessene Abstimmung.

Im Tripada Yoga® wird dieses Prinzip systematisch in die gesundheitsorientierte Yogapraxis übertragen. Bewegung, Atmung, Entspannung und Aufmerksamkeit werden dabei als miteinander verbundene Möglichkeiten der psychosomatischen Selbstregulation verstanden.


Was bedeutet das für die Yogapraxis?

Wer Yoga zur Stressregulation praktiziert, muss deshalb nicht versuchen, in jeder Übung möglichst entspannt zu sein. Auch Kraft, Konzentration und körperliche Aktivierung gehören zu einer ausgewogenen Praxis.

Entscheidend ist vielmehr, Unterschiede wahrnehmen zu lernen: Wann ist Spannung notwendig? Wann wird sie überflüssig? Wie verändert sich die Atmung unter Belastung? Und wie fühlt sich der Übergang von Aktivität zu Erholung an?

Eine systematisch aufgebaute Yogapraxis kann solche Erfahrungen wiederholt ermöglichen. Gerade diese Wiederholung ist für Lernprozesse wichtig: Selbstregulation ist weniger ein einmal erreichter Zustand als eine Fähigkeit, die sich entwickeln und trainieren lässt.


Fazit

Cortisol ist kein „Feind“, den es möglichst stark zu bekämpfen gilt. Das Hormon gehört zu den normalen Regulationssystemen des menschlichen Organismus und spielt sowohl im Tagesrhythmus als auch bei der Anpassung an Belastungen eine wichtige Rolle.

Auch Yoga sollte deshalb nicht auf das Versprechen reduziert werden, den Cortisolspiegel zu senken. Die Forschung liefert bessere Hinweise darauf, dass Yoga das subjektive Stresserleben günstig beeinflussen kann, während die Ergebnisse zu physiologischen Stressmarkern weniger eindeutig sind.

Für eine gesundheitsorientierte Yogapraxis ist das Konzept der Selbstregulation deshalb hilfreicher: Belastung bewältigen, notwendige Stabilität entwickeln, unnötige Spannung reduzieren und anschließend wieder Erholung ermöglichen.

Genau darin liegt auch eine moderne gesundheitliche Bedeutung des traditionellen Prinzips Sthira Sukham: nicht möglichst wenig Spannung, sondern ein angemessenes Verhältnis von Stabilität und Leichtigkeit.


Wissenschaftliche Literatur

Schleinzer A, Moosburner A, Anheyer D, Burgahn L, Cramer H. Effects of yoga on stress in stressed adults: a systematic review and meta-analysis. Frontiers in Psychiatry. 2024;15:1437902. doi:10.3389/fpsyt.2024.1437902.

Szaszkó B, Tschenett H, Ansorge U, Nater UM. Hatha yoga reduces momentary stress but does not impact diurnal profiles of salivary cortisol and alpha-amylase: A randomized controlled trial. Psychoneuroendocrinology. 2025;171:107191. doi:10.1016/j.psyneuen.2024.107191.

Woodruff ER, Greenwood BN. Glucocorticoid hormones are both a major circadian signal and major stress signal: How this shared signal contributes to a dynamic relationship between the circadian and stress systems. Frontiers in Neuroendocrinology. 2018;49:52–71. doi:10.1016/j.yfrne.2017.12.005.

Rückenfreundliches und alltagstaugliches Tripada Yoga

Rückenfreundliches und alltagstaugliches Tripada Yoga

Sanft bis fordernd: rückenfreundliches und einfaches Yoga – der Ansatz des Tripada Yoga®


Einleitung

Yoga wird heute häufig mit spektakulären Körperhaltungen verbunden. In sozialen Medien und Werbebildern dominieren sehr bewegliche Menschen, die anspruchsvolle und oft akrobatische Asanas zeigen. Für viele Menschen entsteht dadurch der Eindruck, Yoga sei vor allem eine Frage besonderer körperlicher Fähigkeiten.

Die ursprüngliche Idee des Yoga ist jedoch eine andere. Yoga richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Alter, Beweglichkeit oder sportlicher Leistungsfähigkeit. Im Mittelpunkt steht nicht die Demonstration von Beweglichkeit, sondern die Entwicklung von Körperbewusstsein, Stabilität und innerem Gleichgewicht.

Das Tripada Yoga® verfolgt genau diesen Ansatz: Yoga als Methode der Gesundheitsförderung und der psychophysischen Selbstregulation.


Yoga als Methode der Selbstregulation

Yoga wirkt nicht nur über Bewegung. Entscheidend ist das Zusammenspiel von

  • Körperübungen (Asanas)
  • Atmung
  • Aufmerksamkeit
  • Entspannung.

Durch diese Elemente können Menschen lernen, ihre körperlichen und mentalen Prozesse bewusster wahrzunehmen und zu beeinflussen.

Regelmäßige Praxis kann unter anderem dazu beitragen,

  • Muskelspannungen zu reduzieren
  • Stressreaktionen zu regulieren
  • die Körperhaltung zu verbessern
  • und das Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe zu stabilisieren.

Diese Fähigkeit zur bewussten Selbstregulation steht im Zentrum des Tripada Yoga.


Warum sanfte Yogaübungen oft sinnvoller sind

Viele moderne Yogadarstellungen betonen extreme Beweglichkeit und anspruchsvolle Körperhaltungen. Diese Übungen können beeindruckend aussehen, sind jedoch für viele Menschen weder notwendig noch sinnvoll.

Besonders für Menschen mit

  • Rückenbeschwerden
  • Verspannungen
  • Stressbelastung
  • oder geringer Bewegungserfahrung

sind sanfte und funktionell aufgebaute Übungen oft deutlich geeigneter.

Sanfte Yogaübungen ermöglichen es, Bewegungen kontrolliert auszuführen, die eigene Körperwahrnehmung zu schulen und die Muskulatur stabilisierend zu aktivieren.


Der rückenfreundliche Ansatz des Tripada Yoga

Ein zentrales Ziel des Tripada Yoga ist es, Übungen so zu gestalten, dass sie gesundheitsfördernd und alltagstauglich sind.

Die Übungen sind deshalb:

  • klar strukturiert
  • methodisch aufgebaut
  • und an unterschiedliche körperliche Voraussetzungen anpassbar.

Dabei wird besonders auf eine rückenfreundliche Ausführung der Bewegungen geachtet. Viele Übungen zielen darauf ab,

  • die stabilisierende Muskulatur zu aktivieren
  • die Körperhaltung zu verbessern
  • und Bewegungsmuster bewusster wahrzunehmen.

Die Bedeutung einer klaren Didaktik

Ein wichtiger Bestandteil des Tripada Yoga ist die methodische Vermittlung der Übungen.

Statt lediglich Haltungen zu demonstrieren, werden die Bewegungen Schritt für Schritt aufgebaut. Dadurch lernen die Teilnehmenden,

  • Bewegungen bewusst zu steuern
  • ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen
  • und Übungen individuell anzupassen.

Yoga wird so nicht zu einer Leistungsschau, sondern zu einer lernbaren Methode der Gesundheitsförderung.


Yoga als Weg zu mehr Gleichgewicht

Sanfte Yogaübungen können dazu beitragen,

  • Spannungen zu lösen
  • Beweglichkeit zu erhalten
  • und das Nervensystem zu beruhigen.

Auf diese Weise unterstützt Yoga Menschen dabei, ein besseres Gleichgewicht zwischen körperlicher Aktivität, mentaler Aufmerksamkeit und innerer Ruhe zu entwickeln.

Genau dieses Ziel verfolgt das Tripada Yoga: eine praktische Methode zur Förderung von Gesundheit, Stabilität und innerem Gleichgewicht.

Tripada Yoga® Social – Weiterbildung für psychosoziale Fachkräfte

Tripada Yoga® Social – Weiterbildung für psychosoziale Fachkräfte

Yoga als Methode der Gesundheitsförderung im sozialen und therapeutischen Kontext

Viele Menschen in psychosozialen, pädagogischen und therapeutischen Berufen arbeiten täglich mit Stress, Belastung und komplexen emotionalen Situationen. Methoden zur Förderung von Selbstregulation, Resilienz und körperlichem Ausgleich können daher eine wichtige Unterstützung im Berufsalltag sein.

Die Fortbildung Tripada Yoga® Social richtet sich an Fachkräfte, die eine einfache und alltagstaugliche Methode kennenlernen möchten, um Entspannung, Körperwahrnehmung und Stressregulation zu fördern.


Für wen ist die Fortbildung geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an:

  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Pädagoginnen und Pädagogen
  • Lehrerinnen und Lehrer
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
  • Psychologinnen und Psychologen
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
  • Sporttherapeutinnen und Sporttherapeuten
  • sowie andere Fachkräfte im psychosozialen oder therapeutischen Bereich.

Ziel ist es, eine Methode kennenzulernen, die im beruflichen Alltag unterstützend eingesetzt werden kann, etwa zur Förderung von Entspannung, Resilienz oder Körperwahrnehmung.


Was ist Tripada Yoga®?

Tripada Yoga® ist eine eigenständige Methode der Gesundheitsförderung, die auf

  • traditionellem und modernem Yoga
  • Erkenntnissen der Gesundheitswissenschaften
  • Stressforschung und Stress-Coping-Modellen
  • der Salutogenese
  • sowie Ansätzen der Mind-Body-Medizin

basiert.

Ein zentrales Merkmal des Tripada Yoga ist die Vereinfachung und Anpassung der Yogapraxis an unterschiedliche Zielgruppen.

Die Praxis umfasst unter anderem:

  • sanfte Körperübungen
  • einfache Atemübungen
  • kurze Meditationen
  • eine leicht erlernbare Methode der Tiefenentspannung.

Wirkung der Tripada Yoga Praxis

Die Übungen zielen darauf ab, ein körperliches Haltungsmuster zu entwickeln, das sich als

„stabil, leicht und angenehm“

beschreiben lässt.

Durch diese Praxis können unter anderem gefördert werden:

  • Spannungsabbau und Stressreduktion
  • Stabilisierung von Körperhaltung und Muskulatur
  • Verbesserung von Rücken- und Nackenstatus
  • Förderung der Körperwahrnehmung
  • emotionale Ausgeglichenheit
  • Resilienz und Selbstwirksamkeit.

Die Praxis wirkt dabei auf körperlicher und psychischer Ebene und kann so zu einer psychophysischen Stabilisierung beitragen.


Ziele der Fortbildung

Die Teilnehmenden lernen die grundlegenden Elemente des Tripada Yoga® kennen und erfahren deren Wirkung zunächst in der eigenen Praxis.

Aufbauend auf dieser Selbsterfahrung lernen sie schrittweise,

  • eine kleine Übungsreihe anzuleiten
  • einfache Entspannungs- und Atemübungen zu vermitteln
  • und diese Methoden in den eigenen beruflichen Kontext zu übertragen.

Inhalte der Weiterbildung

Die Fortbildung umfasst unter anderem:

  • Einführung in Ziele und Methoden des Tripada Yoga®
  • Kennenlernen einer strukturierten Übungsreihe
  • Einübung der Anleitung dieser Übungsreihe
  • kurze Meditationen und Atemübungen
  • eine Methode der Tripada Tiefenentspannung
  • Grundlagen von Stressreaktionen und Stressbewältigung
  • Möglichkeiten der Anwendung im beruflichen Alltag.

Abschluss und Zertifikat

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • ein Zertifikat
  • eine Nutzerlizenz für den Einsatz im beruflichen Kontext.

Die Absolventinnen und Absolventen werden auf der Tripada Webseite als

„Tripada Yoga® Social“

geführt und können das entsprechende Begleitmaterial beziehen.

Die Fortbildung wird außerdem auf die modulare Tripada Yogalehrerausbildung (500 Stunden) angerechnet.


Hinweis

Die Fortbildung berechtigt nicht zur Durchführung von Yogakursen auf dem freien Markt, sondern dient ausschließlich dem Einsatz der Methode im jeweiligen beruflichen Arbeitsfeld.

Yoga und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Yoga und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

 

 

Yoga und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

 von Hans Deutzmann

 Überblick

 In den letzten Jahrzehnten ist die Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund einer Vielzahl von Ursachen in die Höhe geschossen, darunter unser sitzender Lebensstil, schlechte Ernährungsgewohnheiten und der Stress der modernen Gesellschaft. (1)

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ein Überbegriff, der mehrere Pathologien enthält, die das Herz (z. B. Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt) und die Gefäße (z. B. Schlaganfälle, periphere Arterienerkrankung) betreffen.

Es ist mit rund 18 Millionen Todesfällen pro Jahr die mit Abstand häufigste Todesursache weltweit.

In diesem Artikel werden wir kurz auf die möglichen positiven Auswirkungen von Yoga auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingehen.

 

Wie hilft Yoga bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

 

Es reduziert Stress

Der wichtigste gesundheitliche Vorteil der regelmäßigen Yoga-Praxis sind die angstlösenden (d. H. Angstlindernden) Eigenschaften, die sie bietet. (2)

Sie sehen, chronischer emotionaler Stress löst komplexe biochemische Kaskaden aus, die den Spiegel von Stresshormonen im Blut (z. B. Cortisol, Adrenalin) erhöhen, was schließlich den Durchmesser der Blutgefäße verengt und das Risiko einer Bluthochdruck erhöht.

 Zusätzlich prädisponiert chronischer Stress Menschen für Herzereignisse (z. B. Herzinfarkt) und Herzinsuffizienz. (3).  Glücklicherweise sind Yoga und Atemübungen die perfekten Gegenmittel gegen Stress und seine Komplikationen.

 Es fördert die Herzfunktion

Die Forscher fanden heraus, dass Yoga den Blutzucker- und Cholesterinspiegel, die Herzfrequenz und den Blutdruck senkt. Alle diese Elemente sind Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. (4)

 In einer Studie stellten Wissenschaftler fest, dass Erwachsene mittleren Alters, die 3 Monate lang Yoga praktizierten, eine signifikante Verringerung ihres Blutdrucks und ihres Taillenumfangs erlebten. Beide prädisponieren für einen Myokardinfarkt.

 Darüber hinaus ergab eine andere Studie, dass zweiwöchentliches Üben von Yoga die Häufigkeit von Vorhofflimmern (A-Fib) verringert.

 A-Fib ist eine häufige Unregelmäßigkeit im elektrischen Rhythmus des Herzens. Dieser Zustand birgt das Risiko, dass der Patient zahlreiche Komplikationen entwickelt.

 Es hilft bei der Raucherentwöhnung

Rauchen ist ein Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Menschen, die täglich Dutzende Zigaretten rauchen.

 Leider machen es die süchtig machenden Eigenschaften dieser Gewohnheit extrem schwierig, sie aufzugeben, weshalb jedes Jahr Millionen von Menschen an Lungenkrebs sterben.

 Die gute Nachricht ist, dass Forscher herausgefunden haben, dass Yoga nützlich sein kann, um Rauchern beim Aufhören zu helfen, aber die zugrunde liegenden Mechanismen, die dieses Phänomen erklären, müssen noch identifiziert werden. (5)

 Es dient als Übung

 Während die meisten Menschen Yoga als eine leichte Aktivität betrachten, die nicht der Definition einer Übung entspricht, kann die Auswahl der richtigen Posen und Rhythmen Yoga für den Körper sehr anspruchsvoll machen.

 Yoga verbessert die Flexibilität und das Gleichgewicht und fördert gleichzeitig die Muskelhypertrophie.

 Trotzdem ist Yoga kein Aerobic-Training, was bedeutet, dass Sie sich beim Training nicht auf diese einzigartige Aktivität verlassen sollten.

Nachricht zum Mitnehmen

Yoga ist eine fantastische Praxis, die die Gesundheit der meisten Organsysteme, einschließlich Gehirn, Lunge und Herz, optimiert.

 Hoffentlich fanden Sie diesen Artikel informativ und nützlich. Wenn Sie mehr über die Auswirkungen von Yoga auf den Körper erfahren möchten, lesen Sie unbedingt unsere anderen Blog-Beiträge.

 

Yoga and Cardiovascular Disease

von Hans Deutzmann

Overview

 Over the past few decades, the incidence of cardiovascular disease has skyrocketed due to a variety of causes, including our sedentary lifestyle, poor dietary choices, and the stress of modern society. (1)

Cardiovascular disease is an umbrella term that houses several pathologies that affect the heart (e.g., congestive heart failure, myocardial infarction) and the vessels (e.g., strokes, peripheral artery disease).

 It is by far the leading cause of death worldwide, with approximately 18 million deaths every year.

 In this article, we will briefly cover the potential positive effects of yoga on cardiovascular disease.

How does yoga help with cardiovascular disease?

 It reduces stress

The most prominent health benefit of regular yoga practice is the anxiolytic (i.e., anxiety-relieving) properties it provides. (2)

You see, chronic emotional stress triggers complex biochemical cascades that increase the levels of stress hormones in the blood (e.g., cortisol, epinephrine), which eventually constrict the diameter of blood vessels and augment the risk of blood hypertension.

Additionally, chronic stress predisposes people to cardiac events (e.g., heart attack) and congestive heart failure. (3)

Fortunately, yoga and deep breathing exercises are the perfect antidotes to stress and its complications.

It promotes heart function

Researchers found that yoga lowers blood sugar and cholesterol levels, heart rate, and blood pressure. All of these elements are major risk factors of cardiovascular disease. (4)

In one study, scientists found that middle-aged adults who practiced yoga for 3 months experienced a significant reduction in their blood pressure and waist circumference. Both of which predispose to myocardial infarction.

 Moreover, another study found that biweekly practice of yoga reduces the frequency of atrial fibrillation (A-fib).

 A-fib is a common irregularity in the electrical rhythm of the heart. This condition puts the patient at risk of developing numerous complications.

 It helps with smoking cessation

Smoking is a major risk factor of cardiovascular disease, especially in people who smoke dozens of cigarettes per day.

Unfortunately, the addictive properties of this habit make it extremely difficult to abandon, which is why millions of people die every year from lung cancer.

The good news is that researchers found that yoga may be useful in aiding smokers to quit, but the underlying mechanisms that explain this phenomenon have yet to be identified. (5)

 It serves as an exercise

 While most people consider yoga to be a light activity that doesn’t fit the definition of an exercise, choosing the right poses and rhythms can make yoga very demanding on the body.

 Yogga improves flexibility and balance while promoting muscle hypertrophy.

 With that being said, yoga is not an aerobic training, which means you shouldn’t rely on this unique activity for exercise.

 Takeaway message

 Yoga is a fantastic practice that optimizes the health of most organ systems, including the brain, lungs, and heart.

 Hopefully, you found this article informative and beneficial. If you want to learn more about the effects of yoga on the body, make sure to check out our other blog posts.