Meditation im Tripada Yoga ®

von | Entspannung und Meditation, Tripada Methode

Meditation im Tripada Yoga - die Lotusblüte als Symbol

Einleitung

Meditation hat eine sehr lange Tradition und kommt in vielen Kulturen und Religionen in unterschiedlicher Form vor. In religiösen Traditionen suchen Menschen durch Meditation häufig spirituelle oder mystische Erfahrungen. Sie erleben sich als verbunden mit der Welt, mit Gott oder mit einer umfassenden Wirklichkeit.

Heute wird Meditation jedoch auch unabhängig von religiösen Vorstellungen praktiziert. Viele Menschen nutzen Meditation zur Stressreduktion, zur Förderung der Gesundheit und zur persönlichen Entwicklung.

Aus diesem Grund ist Meditation auch ein wesentlicher Bestandteil des säkularen Tripada Yoga® Konzepts.


Was bedeutet Meditation?

Der Begriff „Meditation“ leitet sich vom lateinischen Wort meditatio ab und wird häufig mit „zur Mitte ausrichten“ oder „in die Mitte kommen“ übersetzt. Gemeint ist damit die Erfahrung der eigenen inneren Mitte.

Im Alltag ist unsere Aufmerksamkeit meist nach außen gerichtet. Unsere Sinne nehmen ständig Eindrücke aus der Umgebung auf, und unser Geist ist damit beschäftigt, diese Eindrücke zu verarbeiten. Gedanken, Emotionen und Sorgen wechseln sich ständig ab. Viele Menschen erleben ihren Geist deshalb als unruhig.

Meditation setzt genau an diesem Punkt an. Sie ermöglicht ein bewusstes Innehalten im Strom der Gedanken und Eindrücke.


Das Ziel der Meditation

Der Weg der Meditation besteht zunächst darin, diese innere Unruhe wahrzunehmen und schrittweise zu beruhigen.

Meditation bedeutet deshalb:

  • innehalten
  • die Aufmerksamkeit nach innen richten
  • den gegenwärtigen Moment bewusst wahrnehmen.

Während unser Geist im Alltag häufig zwischen Vergangenheit und Zukunft pendelt, richtet sich die Aufmerksamkeit in der Meditation auf das Erleben im gegenwärtigen Moment.

In der klassischen Yogaphilosophie wird dieser Zustand mit einer bekannten Definition beschrieben:

Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Bewegungen des Geistes.

Wenn diese innere Ruhe entsteht, kann der Mensch eine tiefere Form von Gelassenheit und innerer Stabilität erfahren.


Konzentration als Grundlage der Meditation

Es gibt viele verschiedene Meditationstechniken. Allen Verfahren gemeinsam ist jedoch ein wesentliches Element: Konzentration.

In der Meditation richtet sich der Geist bewusst auf einen bestimmten Gegenstand der Aufmerksamkeit. Das kann zum Beispiel sein:

  • der Körper
  • der Atem
  • eine körperliche Empfindung
  • oder der gegenwärtige Moment.

Durch diese Konzentration wird die Aktivität des Geistes allmählich ruhiger. Äußere Reize verlieren an Bedeutung und auch innere Ablenkungen treten in den Hintergrund.

Natürlich geschieht dies nicht sofort. Der Geist wird immer wieder abgelenkt – durch Gedanken, Sinneseindrücke oder körperliche Empfindungen. Die Praxis besteht deshalb darin, die Aufmerksamkeit immer wieder behutsam zum Gegenstand der Meditation zurückzuführen.


Meditation über Körper und Atem

Im Tripada Yoga® beginnt die Meditation meist mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Unser Körper sendet ständig Signale an das Gehirn: Informationen über Spannung, Bewegung und Körperhaltung. Diese Wahrnehmung wird als Propriozeption bezeichnet.

In der Meditation richten wir eine freundliche und aufmerksame Wahrnehmung auf diese körperlichen Empfindungen. Häufig wird dabei auch der Atem einbezogen.

Die Aufmerksamkeit kann sich dabei schrittweise erweitern auf:

  • den Körper
  • den Atem
  • Gedanken
  • Emotionen.

Meditation in Bewegung

Im Tripada Yoga® wird Meditation nicht nur im Sitzen praktiziert.

Die Konzentration auf Körper, Atem und gegenwärtige Erfahrung begleitet die gesamte Yogapraxis. Jede Bewegung wird aufmerksam ausgeführt und bewusst wahrgenommen.

Deshalb kann man sagen:

Yogaübungen selbst sind bereits eine Form der Meditation in Bewegung.

Neben dieser bewegten Form der Achtsamkeit gibt es auch die klassische Sitzmeditation, in der die Aufmerksamkeit besonders ruhig und gesammelt wird.


Konzentration und Achtsamkeit

Die Praxis der Meditation kann als bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit beschrieben werden. Die Aufmerksamkeit wird dabei von der Vielfalt äußerer Reize auf ein einzelnes inneres Wahrnehmungsfeld gerichtet.

Meditation bedeutet daher:

  • Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment
  • bewusste Wahrnehmung des Körpers
  • Beobachtung von Gedanken und Emotionen
  • eine Haltung von Geduld und Offenheit.

Viele Traditionen beschreiben diese Haltung als:

  • absichtslos
  • nicht wertend
  • geduldig
  • wohlwollend gegenüber den eigenen Erfahrungen.

Wirkung der Meditation

Regelmäßige Meditation kann dazu beitragen,

  • den Geist zu beruhigen
  • Stress zu reduzieren
  • die Aufmerksamkeit zu stabilisieren
  • und die eigene Wahrnehmung zu vertiefen.

Mit zunehmender Übung entsteht häufig ein Gefühl größerer innerer Stabilität und Gelassenheit.


Meditation als Bestandteil des Tripada Yoga®

Im Tripada Yoga® ist Meditation eng mit der gesamten Yogapraxis verbunden. Die Aufmerksamkeit auf Körper, Atmung und gegenwärtige Erfahrung zieht sich durch alle Übungen.

Die Praxis verbindet daher:

  • Bewegung
  • Atmung
  • Entspannung
  • und Achtsamkeit.
  • Auf diese Weise wird Yoga zu einer praktischen Methode der Selbstregulation und inneren Sammlung.
Hans Deutzmann

Hans Deutzmann

Inhaber, Leiter und Gründer

Hans Deutzmann ist Begründer der Tripada® Methode und Leiter der Tripada Akademie für Gesundheit und Yoga in Wuppertal.
Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Yoga, Gesundheitsförderung und Ausbildung von Yogalehrenden.

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