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Jessica-Regina-Lehner

Jessica-Regina-Lehner

„Jessica-Regina-Lehner befindet sich derzeit mitten im Medizinstudium. Neben dem Studium ist sie als freie Autorin tätig. Am liebsten schreibt sie über wichtige Gesundheitsthemen, die ihr und der Bevölkerung am Herzen liegen. In ihrer Freizeit befasst Sie sich intensiv mit Recherchearbeiten und verfasst unter anderem informative Fachbeiträge zum Thema Gesundheit.“

Geschwollene Lymphknoten: 31 Ursachen und 9 Hausmittel

Neben dem Blutgefäßsystem, bestehend aus Arterien, Venen und dem Herzen, existiert im menschlichen Körper ein zweites Gefäßsystem, das sogenannte Lymphgefäßsystem. Beide Systeme stehen in inniger funktioneller Verbindung. So treten im Kapillarbereich der Organgewebe Blutbestandteile aus, die als Gewebsflüssigkeit einerseits von den Venen, andererseits aber über die Lymphgefäße als Lymphe abgeleitet werden.

In das Lymphgefäßsystem sind Lymphknoten eingebettet, die mithilfe von Abwehrzellen, den sogenannten Lymphozyten (Lymphzellen), Teil des Immunsystems im menschlichen Organismus sind.

Lymphknoten schwellen immer dann an, wenn Krankheitserreger im Blut – zum Beispiel Bakterien oder Viren – nicht erfolgreich eliminiert werden konnten. Dann wird von den Abwehrzellen der Lymphknoten, direkt nach Eintritt der Krankheitserreger in das Lymphgefäßsystem, ein zweiter Versuch unternommen, im Körper zirkulierende Krankheitserreger zu bekämpfen. Geschwollene Lymphknoten sind demnach aktivierte Organe zur Abwehr von Krankheiten.

Die wichtigsten Fakten über Lymphknoten im Überblick    

 Lage:

 Hals, Achselhöhlen, Arm, Bauch, Leiste und Kniekehlen.

Funktion:

Abwehr von Krankheitserregern (meist Bakterien und Viren) durch Lymphozyten.

Form und Größe:

Ovales oder unregelmäßig geformtes, flaches Organ, 5 bis 10 mm groß, im Halsbereich auch bis 2 cm groß. Im geschwollenen, oft schmerzhaften Zustand auch größer als 2 cm und rundlich.

Färbung:

Blassrötlich bis grau. Es ist bekannt, dass Tattoo-Farbstoffe Lymphknoten einfärben, da sich die Farbstoffe dort anreichern. Es wird in diesem Zusammenhang von Medizinern untersucht, ob giftige Begleitstoffe der Tattoofarben – zum Beispiel das Titandioxid (TiO2) – ernsthafte Erkrankungen wie Krebs auslösen können.

Dauer der Schwellung:

Oft über mehrere Wochen und Monate, vor allem bei Kindern.

Komplikationen:

Hautveränderungen, starke Schmerzen (auch beim Betasten), hohes Fieber, deutlicher und unerklärbarer Gewichtsverlust.

Behandelnde Ärzte:

Kinderarzt oder Internist, gegebenenfalls Facharzt.

Art der Erstuntersuchung:

Abtasten, Ultraschall.

Prophylaxe von Schwellungen:

Im Winter einen Schal tragen (um Lymphknoten im Halsbereich zu wärmen), im Sommer unbedingt Zugluft vermeiden.

31 mögliche Ursachen für Lymphknotenschwellungen

 Es ist wichtig zu wissen, dass es eine große Vielzahl von Erkrankungen gibt, die ursächlich für Lymphknotenschwellungen sind. Bei Lymphknotenschwellungen handelt es sich allerdings um eine unspezifische Symptomatik, die keine exakte Diagnostik ermöglicht, es sei denn, es liegt ein offensichtlicher Zusammenhang vor, etwa bei Halsschmerzen und geschwollenen Halslymphknoten.

Im Folgenden werden 31 Erkrankungen aufgeführt, die von geschwollenen Lymphknoten begleitet werden können:

Die Katzenkratzkrankheit

 Kratzende Katzen können über die beim Kratzen entstehenden Hautverletzungen das Bakterium „Bartonella henselae“ auf den Menschen übertragen. Vor allem junge Katzen sind infiziert, sodass häufig Kinder von der Krankheit betroffen sind. Auch die im Katzenfell lebenden Katzenflöhe können die Katzenkratzkrankheit übertragen. Neben geschwollenen Lymphknoten, treten vor allem grippeähnliche Beschwerden auf, also erhöhte Temperatur und Fieber sowie Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Die Beschwerden können monatelang anhalten und sogar ernsthafte Komplikationen auslösen.

Diverse Krebserkrankungen nebst Metastasen

Krebs und dessen Metastasen lösen in vielen Fällen Schwellungen der Lymphknoten aus. Zu diesen Krebserkrankungen zählen:

  • Blasenkrebs
  • Brustkrebs
  • Eierstockkrebs
  • Hautkrebs
  • Knochenkrebs
  • Leukämie
  • Lungenkrebs
  • Lymphdrüsenkrebs
  • Magenkrebs
  • Schilddrüsenkrebs
  • Speiseröhrenkrebs

 Bakterielle und virale Infekte

 Angina

  • Grippe (Influenza)
  • Grippaler Infekt
  • Mandelentzündung (Tonsillitis)

Geschlechtskrankheiten

 Syphilis

  • Tripper

Zahnerkrankungen

  • Karies
  • Parodontitis

Kranke Zähne sind häufig Eintrittspforten für Krankheitserreger.

Weitere Ursachen für Lymphknotenschwellungen

  • AIDS
  • Diphtherie
  • Borreliose
  • Hepatitis
  • Entzündungen der Haut
  • Mumps
  • Ohrentzündungen
  • Röteln
  • Scharlach
  • Tuberkulose
  • bestimmte Medikamente

 Die besten 9 Hausmittel gegen geschwollene Lymphknoten

 In vielen Fällen lindern bewährte Hausmittel die Beschwerden, fördern den Heilungsprozess und lassen so die Lymphknoten rasch abschwellen.

 Wichtig sind Ruhe und Erholung

Hektik und Stress bedrohen ganz allgemein das Gleichgewicht des Körpers und sind dadurch Auslöser für viele Krankheiten. Es empfiehlt sich deshalb, geschwollene Lymphknoten als Alarmsignal zu interpretieren und im Leben einen Gang herunterzuschalten.

  1. Warmes Bad

 Wärme hilft bei geschwollenen Lymphknoten und den diesen zugrunde liegenden Grunderkrankungen sehr zuverlässig. Deshalb bietet sich in dieser Zeit der Erkrankung ein warmes Bad an.

  1. Die Heilkraft des herben Himbeerblättertees

 Himbeerblätter haben ausgeprägte antibakterielle Eigenschaften und wirken damit stark entzündungshemmend. Fieber, Erkältungen und grippale Infekte lassen sich mit den in den Himbeerblättern enthaltenen Wirkstoffen Vitamin C, Eisen und Kalzium rasch wieder in den Griff bekommen.

  1. Wundermittel Honig

 Honig hat ebenso entzündungshemmende Eigenschaften, sodass mit Honig gesüßter Himbeerblättertee das Abklingen von Lymphknotenschwellungen besonders effektiv unterstützt. Man kann die geschwollenen Lymphknotenareale auch direkt mit Honig einreiben, um eine Abschwellung zu erreichen. Der eingeriebene Bereich sollte dann mit einem sterilen Wundverband in der Größe der eingeriebenen Fläche abgedeckt werden. Dass Honig ein sehr effektives Hausmittel sein kann, bestätigt auch diese Liste über natürliche Hausmittel für geschwollene Lymphknoten.

  1. Salzkur am Meer

 Infektionen im Hals- und Rachenraum lassen sich mit der Heilkraft von Meersalz sehr zuverlässig abmildern und beseitigen. Wer zum Beispiel an der Nordseeküste wohnt, kann im Bereich der Brandungszone die Aerosole (salzhaltige Meerwassertröpfchen) des Meerwassers einatmen und eine wohltuende Abschwellung der Lymphknoten im Bereich des Halses erfahren. Alternativ eignet sich auch das wiederholte Gurgeln mit Salzwasser sehr gut.

  1. Knoblauch

Wer sich nicht an dem intensiven Geruch von Knoblauch stört, nutzt vielfach die antibiotisch wirkenden Inhaltsstoffe dieser zentralasiatischen Heilpflanze. So kann man täglich einmal zwei bis drei zerdrückte Knoblauchzehen essen, um eine Abschwellung von abwehraktiven Lymphknoten zu bewirken.

  1. Lymphflussmassage

 Man kann die betroffenen Lymphknoten und Lymphknotenareale mehrmals täglich durch sanfte, kreisende Handbewegungen massieren und damit durch Steigerung der Durchblutung die Lymphknotenfunktion erhöhen. Der Lymphfluss wird auf diese Weise erhöht, sodass eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen Abbau der Schwellung gegeben ist.

  1. Kompressentherapie

 Zusätzlich zur Lymphflussmassage ist es hilfreich, warme Kompressen auf die geschwollenen Lymphknotenbereiche zu legen, denn sie verstärken durch eine weiter verbesserte Durchblutung des erkrankten Bereiches, noch einmal die heilende Wirkung. Viele Menschen schwören zudem auf die heilende Wirkung eines mit warmem Wasser getränkten Waschlappens, der für fünf bis zehn Minuten auf die geschwollene Partie gelegt und mit der Hand angedrückt wird.

  1. Rizinusöl

Wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung sollte Rizinusöl eigentlich in keinem Haushalt fehlen, zumal dieses den Lymphfluss verbessernde Heilmittel auch schmerzstillend ist. Dadurch ist es bei stark geschwollenen Lymphknoten ebenfalls sehr hilfreich.

Unser Fazit

Geschwollene Lymphknoten sind eine normale Reaktion des Körpers auf eingedrungene Krankheitserreger und damit grundsätzlich zunächst kein Grund zu übertriebener Sorge, da mit bewährten Hausmitteln meist eine rasche Besserung des Gesundheitszustandes und damit ein Abschwellen der Lymphknoten erreicht werden kann.

Sollten allerdings nach ca. drei bis vier Wochen weder Hausmittel noch Bettruhe eine Linderung bringen oder sich in dieser Zeit gar Komplikationen einstellen, ist zwingend ein Arzt aufzusuchen, um die Ursachen abklären zu lassen. Diese Ursachen können nämlich äußerst vielfältig sein, sodass für den Laien eine Diagnose nahezu unmöglich ist.